Die Kunstwerkstatt

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Angelika Bartel2

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Gemeinschaftswerk

Heidi-Fassott

Hildegard-Bessley

Hildegard-Wittur

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Karin-Peterseim

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Mario-herschel

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Renate-Kahler

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Wolfgang-Fassott

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Die Werkstatt existiert seit 1996 in wechselnder Besetzung an verschiedenen Orten.

Sie entstand aus einer Initiative der Mitarbeiter des Betreuten Einzelwohnens der Lebenshilfe Berlin und ist seitdem immer Teil der Gruppenaktivität dieses Teams. Unsere Klienten gelten als geistig behindert.
Dieser Oberbegriff erweist sich schnell als völlig ungeeignet, um ihre Persönlichkeiten zu beschreiben, zu individuell sind ihre Fähigkeiten, Beeinträchtigungen, Erkrankungen, Werdegänge und Strategien, mit dem Leben umzugehen.

Oft ist es auch unklar, wer eigentlich wen behindert, und manches kann man von ihnen lernen, etwas Demut dem eigenen Schicksal gegenüber und Lebensfreude, zum Beispiel.
Sie wohnen in ihren eigenen Wohnungen, gehen zum Teil arbeiten, leben ihr Leben so selbstständig wie möglich und werden von uns je nach ihrem individuellen Bedarf im Alltag und in verschiedensten Lebenslagen  unterstützt.
Einmal in der Woche bieten wir in unserem Treffpunkt eine Kunstgruppe an.

Kunstpädagogisch und künstlerisch tätige Mitarbeiter bieten dort unseren Klienten ein Forum sich auszuprobieren, Neues zu wagen und ihr Interesse und Spaß an der Kunst zu vertiefen.
Die Auseinandersetzung mit Formen und Farben und die Loslösung vom Abbildhaften hin zum Wesenhaften stehen dabei im Vordergrund.
Wir wollten den Klienten die Angst vor dem weißen Blatt nehmen, die mancher verspürt, und auch das trügerische Gefühl, dass nur ein photographisch exaktes Bild ein gutes ist.
Wir beraten bei der Bildkonzeption, Farbwahl, geben Themen vor, erarbeiten Techniken bzw. brechen sie auf ein umsetzbares Niveau und unterstützen, je nach Naturell des einzelnen.
Einige haben ihren eigenen Stil  entwickelt, andere stürzen sich mit Verve in  neue Herausforderungen. Manche sind zögerlich, aber immer wieder setzt sich die Begeisterung für den kreativen Prozess durch.
Das soll nicht heißen, dass wir ständig Kunst und Meisterwerke produzieren, aber immer wieder finden sich Perlen darunter.

Einige davon sehen Sie nun hier, Spachtelarbeiten auf Papier, Monotypien, Drucke, Zeichnungen, Gegenständliches neben Formen und Farben. 
Viele Leute, denen wir diese Bilder gezeigt haben, sind von der Spontaneität, Kraft, dem Witz beeindruckt. Die Klienten erfahren so eine ungeahnte Wertschätzung ihrer Arbeiten und  ihrer selbst.

Diese Erfahrung bestärkte uns in unserer schon lange proklamierten These, dass die Kunst unserer Klienten es verdient hat, nicht nur von Angehörigen und ihrem sonstigem Umfeld rezipiert zu werden, sondern in einem anderem Kontext durchaus bestehen kann.
Unser Arbeitsalltag ließ es bisher nicht zu, eine solche Austellung zu organisieren. Es ist schwierig genug, die Kunstwerkstatt kontinuierlich zu betreiben und die Materialien zu organisieren.

Allen widrigen Umständen können wir mit etwas Enthusiasmus trotzen, aber für ein solches Unterfangen fehlten uns die Ressourcen.
So haben wir über die Jahre einen reichen Fundus aufgebaut in der Hoffnung, sie eines Tages in einem adäquaten Rahmen zeigen zu können, denn diese Bilder haben Öffentlichkeit verdient.

Die Galerie bietet uns nun die Möglichkeit, der Öffentlichkeit eine kleine Auswahl der Werke zu präsentieren.

Chronik

1999 hatten wir unsere erste Ausstellung im Kulturzentrum Jo-Jo in Mitte.
Seit dem selben Jahr nehmen wir regelmäßig an der "Ermutigung" in Fürstenwalde teil, zuletzt 2009.
2000/2001 Gestaltung Karneval der Kulturen
2001 waren wir in der Biennale Frankfurt/Oder vertreten.
2003 eröffneten wir eine Ausstellung in den Räumen der Oberfinanzdirektion Berlin.
2008 Ausstellung "Sichtweisen", sowie Beteiligung an einer Ausstellung des Kunstforums.
Letztere ist für uns von besonderer Bedeutung, da die Künstler (3) durch eine Jury bewertet wurden und die Tatsache, dass es sich um Menschen mit Behinderungen handelte, unbekannt war. Unter 267 Einsendungen wurden 50 ausgewählt.
2009 Einzelausstellung Fachhochschule Rheinbach.
2010 Teilnahme am Karneval der Kulturen in Kooperation mit den Wasserwerken Berlin.
Ausstellung im Café Bethesta.Beteiligung an der Werkschau der Kunstgruppen der Lebenshilfe Berlin anlässlich des 50 jährigen Jubiläums in der Galerie Art-cru




Kontakt:

David Permantier
Lebenshilfe gGmbh
Baerwaldstr 52

Fon 03063901610
Mobil 017610179064
bew4-kreuzberg@lebenshilfe-berlin.de