Ein EssPeriment in der Wohnstätte Königin-Luise-Straße

Liebe geht durch den Magen…

…sagte sich die Regionalleitung West der Lebenshilfe Berlin und startete zum 50-jährigen Jubiläum 50 Experimente, pardon,  „Essperimente“.
Der Grundgedanke: Menschen mit und ohne Behinderung sollen sich  bei einem Essen besser kennen und damit verstehen und schätzen lernen:Das Besondere dabei ist, dass der Inklusionsgedanke, Menschen mit Behinderung in die Mitte der Gesellschaft zu nehmen, einmal umgekehrt wird. Dass Menschen mit Behinderung ihrerseits einen Gast in ihre Mitte, zum Festmahl, einladen.
Die Gruppe 1 der Wohnstätte in der Königin-Luise-Straße hatte sich für ihr „EssPeriment“ besonders viele Gedanken gemacht. Wen laden wir ein?  Die Kassiererin von nebenan, den Busfahrer oder doch lieber unseren Masseur? Wie soll unsere Tafel aussehen? Raclette, Grill oder etwa eine Festtafel?
Gemeinsam wurde entschieden: Unser Masseur, Herr Herkenhoff , seine Frau Monika und ihre Kinder  Franziska (20) und Benjamin (23) werden zu einem  Mittelalter Gauklerfest eingeladen!
So saß man dann an rustikal mit Strohdekoration gedeckten Holztischen und ließ sich die deftige Linsensuppe, das gegrillte Fleisch und den Fisch, das Brot und den Kohl gut schmecken. Ein Lagerfeuer, Strohballen als Sitzgelegenheiten rundherum, flackernder Fackelschein und ein Jongleur sowie der Festplatz mitten auf der grünen Wiese, sorgten sowohl für eine anheimelnde Atmosphäre, als auch für vertrauensvolle Gespräche; letztlich für ein  wachsendes Gefühl gegenseitiger Zusammengehörigkeit und besseren Verstehens.
Fazit: „Essperiment“ und Experiment voll geglückt!  

Dieter Hunziger

 

 

 

 

Fotos: Dieter Hunziger