Auftakt zu den Jubiläumsfeierlichkeiten im Roten Rathaus

Schön hat es begonnen, unser Jubiläumsjahr. Am 20. Februar lud die Lebenshilfe Berlin Gründer, Freunde, Förderer, Unterstützer, Kooperationspartner und die ganze große Lebenshilfe Familie zum Festakt ins Rote Rathaus, dem politischen Herzen unserer Stadt. Nicht nur der Anlass, sondern auch der Ort war spektakulär. Für die gut gelaunten, fast 400 Gäste bildete der Wappensaal einen schönen Rahmen, sich zuzuprosten und zu freuen, Weggefährten zu treffen und stolz zu sein – auf das Erreichte und die vielen Menschen, die gekommen waren, um zu gratulieren.

Das Programm im Saal begann mit dem eindrucksvollen Film „Impressionen aus 50 Jahren Lebenshilfe Berlin“ über die Menschen, um die es geht. So bestens eingestimmt, begrüßte Ulrich Arndt, der erste Vorsitzende der Lebenshilfe Berlin, die Gäste, davon viele ganz persönlich. Er sprach über unsere Geschichte, über Ziele und Pläne. Dann übergab er das Wort an Carola Bluhm, die als Senatorin für Integration, Arbeit und Soziales unsere direkte Ansprechpartnerin in der Politik für viele Belange von Menschen mit Behinderung ist.

Die Senatorin bedankte sich, dass die Lebenshilfe Berlin „das Bild von Berlin als einer toleranten und für Menschen mit Behinderung lebenswerten Stadt wesentlich mitgeprägt hat“. Im Anschluss an ihre Grußworte verteilte sie Urkunden und Freiwilligen-Pässe für herausragendes freiwilliges Engagement an Mitglieder des Berliner Rats, der Selbstvertretung behinderter Menschen in der Lebenshilfe Berlin.

Jeanne Nicklas-Faust, stellvertretende Bundesvorsitzende der Lebenshilfe, betonte – auch im Hinblick auf ihre eigene Tochter – besonders die stetig am Puls der Zeit vorangetriebene Individualisierung unserer Angebote, die in der UN-Konvention festgeschriebenen Rechte von Menschen mit Behinderung erst ermöglichen. Die Lebenshilfe Berlin wird auch weiterhin neue Ideen und Konzepte entwickeln – damit jeder dazu gehört.

Als letzte Rednerin bezog sich Barbara John, Vorsitzende des Paritätischen Berlin, auf unser Geburtstagmotto „Lebensfreude heißt auch Lebensmut. Lebensmut ist ansteckend. Bitte stecken Sie uns weiter an!“ Sie wies aber auch ganz richtig darauf hin, dass Einwanderer die Angebote der Behindertenhilfe noch zu wenig nutzen. Gerade in Berlin, wo – so Barbara John – bald jedes zweite Kind einen Migrationshintergrund hat, ist das ein Thema, dem wir uns in den nächsten Jahren verstärkt widmen werden.

Den krönenden Abschluss einer gelungenen Veranstaltung bildete das Theater Thikwa mit einer selbst geschriebenen Szene. Im Stil des Absurden Theaters zeigten sie bürokratische Hürden bei dem Versuch, ein selbstbestimmtes Lebens zu führen.

 

Fast 400 Gäste kamen zum Festakt "50 Jahre Lebenshilfe Berlin" ins Rote Rathaus.
Dr. Ruth Mattheis (li.) wurde stellvertretend für alle Gründungsmitglieder mit einer Medaille der Lebenshilfe Berlin ausgezeichnet.
Sozialsenatorin Carola Bluhm (li.) verlieh Freiwilligen-Pässe unter anderen an den Berliner Rat.
Ausstellungswand "50 Jahre Lebenshilfe Berlin"
Theater Thikwa zeigte eine Szene aus seinem Stück zum 50. Jubiläum der Lebenshilfe Berlin "Bergauf - im falschen Film".

 

 

Fotos: Hans D. Beyer