
Nachdem die Mitgliederversammlung des Lebenshilfe e.V. im Jahr 2009 - auf Vorschlag des Vorstandes und insbesondere in Anlehnung an die §§ 8, 21 und 29 der UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderungen - die satzungsmäßige Verankerung des Selbstvertretungsgremiums beschlossen hat, geht es nun in die nächste Phase: Die Wahl.
Somit hat sich die Lebenshilfe Berlin auch hier auf den Weg gemacht die UN Konvention schrittweise umzusetzen.
Dabei steht eine weitreichende Kommunikation im Vordergrund, die es jedem Wähler und jedem Wahlkandidaten möglich machen soll, teilzunehmen und in der Lebenshilfe Berlin mitzubestimmen. Bei den Druckmaterialien wurde deshalb ganz besonders auf die Grundsätze der Leichten Sprache Wert gelegt.
Eine DVD auf der der Inhalt der Broschüre gelesen wird eröffnet zusätzliche Verständlichkeit.
Hier finden Sie das Heft mit allen Informationen zur Wahl in Leichter Sprache.

Entsprechend dem Motto "Nichts über uns ohne uns!“ setzt sich die Lebenshilfe aktiv für das Selbstvertretungsrecht behinderter Menschen ein, sowohl in der Gesellschaft als auch in den eigenen Reihen.
Auf Bundesebene gibt es den Rat behinderter Menschen seit 2000. Zwölf Vertreterinnen und Vertreter bringen ihre Interessen in die Verbandsarbeit ein und formulieren ihre Wünsche und Forderungen an Politik und Gesellschaft.
Auch in Berlin trifft sich der Berliner Rat, dem ausschließlich geistig behinderte Menschen angehören, an jedem zweiten Dienstag im Monat. Wie der Lebenshilfe-Rat auf Bundesebene, bringt der Berliner Rat Wünsche und Forderungen der behinderten Menschen in die Arbeit der Lebenshilfe Berlin ein und berät Vorstand und Geschäftsführung.
Über Jahrzehnte wurden Menschen mit Behinderung bevormundet, als „Fälle“ verwaltet oder durch eine falsch verstandene fürsorgerische Haltung entmündigt. Deshalb ist es wichtig, sie zur Selbstvertretung zu ermutigen und bei ihren Aktivitäten zu unterstützen. Diese Aufgabe übernehmen bei der Lebenshilfe Berlin geschulte Fachkräfte, die das Vertrauen der behinderten Menschen genießen. Sie „übersetzen“ Informationen in leichte Sprache und erklären komplizierte Sachverhalte so, dass sie verständlich sind. So können sich geistig behinderte Menschen eine eigene Meinung dazu bilden.
Das Motto der Lebenshilfe Berlin "damit jeder dazu gehört" wurde dem Berliner Rat vorgestellt und mit ihm beraten. Das Motto durfte erst umgesetzt werden, als der Berliner Rat zugestimmt hatte.
Viele Menschen mit geistiger Behinderung können lesen. Darum sollten Texte in Broschüren oder im Internet in leichter Sprache abgefasst sein. So sind sie ohne Unterstützung von jedem zu verstehen. Die Bundesvereinigung der Lebenshilfe geht mit ihrem Angebot www.lebenshilfe-angesagt.de und dem vierteljährlichen „Lebenshilfe-Magazin“ mit gutem Beispiel voran.
Ein weiteres Beispiel ist der Verein "Mensch zuerst - Netzwerk People First Deutschland e.V.", ein Verein von und für Menschen mit Lernschwierigkeiten, zu erreichen unter > www.people1.de.
Berliner Rat
Lebenshilfe e.V.
Heinrich-Heine-Str. 15
10179 Berlin
Koordinatorin
Wiebke Bönning
Fon 030. 82 99 98-158
berliner.rat@lebenshilfe-berlin.de
Verkehrsanbindung:
U2 / Märkisches Museum (rollstuhlgerecht)
U8 / Heinrich-Heine-Straße
S-Bahn / Jannowitzbrücke
Bus / 347, 147, M29
Downloads:
> Wer ist der Berliner Rat - Lebenshilfe Nachrichten 01/09
Angebote in einfacher Sprache:
Lebenshilfe Bildung gGmbH
> Kurse für Menschen mit Behinderung
Bundesvereinigung der Lebenshilfe
> www.lebenshilfe-angesagt.de
Verein "Mensch zuerst - Netzwerk People First Deutschland e.V."
> www.people1.de
Einen Artikel zum Berliner Rat finden Sie hier: > LHN Ausgabe 01/09