21.04.11 | Blickwechsel beim Einkaufen

Beim Aktionstag 2010 versuchen sich der Sozialstaatssekretär Rainer-Maria Fritsch und der Bezirksbürgermeister Norbert Kopp im Rollstuhl-Basketball (Foto: Lebenshilfe Berlin)

Beim Aktionstag 2010 versuchen sich der Sozialstaatssekretär Rainer-Maria Fritsch und der Bezirksbürgermeister Norbert Kopp im Rollstuhl-Basketball (Foto: Lebenshilfe Berlin)

Europäischer Protesttag zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderung

3. Aktions- und Informationsmarkt am 5. Mai 2011 von 10–18 Uhr vor dem FORUM Steglitz / Schloßstraße 1

Auf einen Basketballkorb werfen, ist eine eher leichte Angelegenheit. Aus dem Rollstuhl heraus einen Korb zu machen, ist da schon ungewohnter. Wer es versucht, kann sich zur Belohnung eine Kugel Eis abholen – ebenfalls im Rollstuhl. „Da wird sich manch einer wundern, wie hoch so eine Eistheke plötzlich sein kann“, sagt Beatrix Beese. Als Rollstuhlfahrerin kennt sie diese Erfahrung. Sie ist Beauftragte für Menschen mit Behinderung in Steglitz-Zehlendorf und Initiatorin des „Aktions- und Informationsmarkts 5. Mai“. Zum „Europäischen Protesttag zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderung“ will sie zusammen mit 16 Trägern der Berliner Behindertenhilfe Begegnungen ermöglichen, zwischen Menschen mit und ohne Behinderung. Dafür zieht man zum dritten Mal vor das FORUM Steglitz, an eine der belebtesten Einkaufsmeilen Berlins – die Schloßstraße.

Rollstuhlbaskettball mit anschließend rollendem Eiskaufstest ist nur eine der vielen Mitmach-Aktionen des Tages. Glücksrad, Kunstaktionen mit „fliegenden Händlern“ oder Lesen mit Stimmen im Kopf zeigen spielerisch Leben mit Behinderung.

Auch in den Geschäften begegnen Besucher des FORUM Steglitz am 5. Mai Menschen mit Behinderung. Als Tagespraktikanten unterstützen sie die Händler und Geschäftsleute mit ihrer Arbeitskraft. „Uns geht es darum, Begegnungen zwischen Menschen mit und ohne Behinderung zu gestalten, die sonst im Alltag kaum Berührungen miteinander haben“, erklärt Beatrix Beese. „Und wo könnte man das besser als in einem Einkaufscenter? Damit holen wir Menschen, die wir behindert nennen, dorthin, wo sie hingehören – in die Mitte der Gesellschaft. Das nennt sich übrigens Inklusion, und jeder Besucher des Aktionsmarktes kann ein kleines Stück dazu beitragen“, so Beese.

Das wollen auch prominente Besucher aus Gesellschaft und Politik wie Bezirksbürgermeister Norbert Kopp, die Stadträtin für Wirtschaft, Gesundheit und Verkehr Barbara Loth oder der Landesbeauftragte für Menschen mit Behinderung Dr. Jürgen Schneider. Nach einem Wurf auf den Korb stehen sie für Fragen zur Verfügung.

Informationsstände vor und im FORUM Steglitz informieren Besucher über Wohnen, Arbeit, Freizeitgestaltung, Sport sowie barrierefreie Reise- und Kulturangebote für Menschen mit Behinderung. Sie begleiten den Blickwechsel beim Einkaufen.

Der Aktionsmarkt wird unterstützt von der Aktion Mensch sowie dem Center Management des FORUM Steglitz.

Pressefoto zum Download (Foto: Lebenshilfe Berlin -  lizenzfrei abdruckbar)

Pressekontakt:
Olaf Seidler
Zukunftssicherung Berlin e.V.
für Menschen mit geistiger Behinderung
Fon 030. 345 83 27
oseidler@zukunftssicherung-ev.de

Lebenshilfe Berlin
Heinrich-Heine-Straße 15 (Annenhöfe)
10179 Berlin

Christiane Müller-Zurek
Pressesprecherin
Telefon 030. 82 99 98-181

christiane.mueller-zurek@lebenshilfe-berlin.de