Arbeit ist Lebenshilfe

Arbeiten, wie alle anderen

Für die einen ist es Berufung, für die anderen nur ein Job. – Einen großen Teil des Tages, die meiste Zeit im Jahr verbringen wir am Arbeitsplatz. Dabei ist Arbeit viel mehr als nur seinen Lebensunterhalt zu verdienen. Gewiss ist es angenehm, mit dem Einkommen sein Auskommen zu haben. Aber genauso wichtig ist das Gefühl, gebraucht zu werden und etwas Nützliches zu tun. Arbeit gibt uns Bestätigung. Wir sind stolz auf das, was wir leisten.
Am Arbeitsplatz gehören wir dazu, lernen andere Menschen kennen, finden Freunde unter Kollegen. Wie viel Arbeit uns wirklich bedeutet, wissen viele erst, wenn sie arbeitslos werden oder in Rente gehen.

Auch Menschen mit Behinderung möchten sich ihren Berufswunsch erfüllen, etwas Sinnvolles tun, ihre Fähigkeiten und Neigungen entwickeln, vom selbst verdienten Geld leben können. Bis heute für die meisten Menschen mit geistiger Behinderung ein Traum. In der Regel arbeiten sie in Werkstätten für behinderte Menschen – für ein Taschengeld.

Fortschrittliche Gesetze, Arbeitsassistenz, das Persönliche Budget und die UN-Behindertenrechtskonvention machen ihnen Mut, neue Wege auszuprobieren. Einige haben es geschafft und arbeiten im Kindergarten, im Supermarkt oder als Küchenhilfe. Ihre Beispiele geben Hoffnung.

Unsere Angebote

Vor zehn Jahren haben sich in der Lebenshilfe Berlin Eltern, Fachleute und junge Erwachsene mit Behinderung zum Arbeitskreis „Schule und was dann“ zusammengeschlossen. Gemeinsam suchen sie nach Wegen in den allgemeinen Arbeitsmarkt und finden ganz individuelle Lösungen.

Andere haben für sich entdeckt, dass ihnen die Arbeit in einer Werkstatt für Menschen mit Behinderungen viel Spaß macht. Denn Wünsche und Forderungen von Eltern und Betroffenen haben die Werkstätten verändert. Sie haben neue Arbeitsfelder erschlossen und bieten Raum für künstlerische Tätigkeit in Kunstgruppen und im Theater. Sie suchen Partner in der Wirtschaft, schaffen Außenarbeitsplätze und gründen Integrationsfirmen, die ihre behinderten Arbeitnehmer im ersten Arbeitsmarkt beschäftigen. Ein gutes Beispiel dafür ist die Nordberliner Werkgemeinschaft, nbw, die aus der Lebenshilfe Berlin entstanden ist. Auch für diejenigen, die keinen Platz in der Werkstatt finden, ist die Lebenshilfe da.

In unseren Fördergruppen bieten wir individuell angepasste Arbeitsmöglichkeiten, lebenslange Bildung, kreative Aktivitäten bis hin zur Tätigkeit in Betrieben des ersten Arbeitsmarkts. Im Vordergrund steht die Stärkung sozialer Kompetenzen, von Selbstbewusstsein und Gemeinschaftsgefühl. Damit auch Menschen mit schweren Behinderungen dazu gehören.

Arbeit ist Lebenshilfe – damit jeder dazu gehört



Lebenshilfe Berlin

Heinrich-Heine-Straße 15 (Annenhöfe)
10179 Berlin


Verkehrsanbindung:

U2 / Märkisches Museum (rollstuhlgerecht)
U8 / Heinrich-Heine-Straße
S-Bahn / Jannowitzbrücke
Bus / 347, 147, M29

 

 

 

 

Nordberliner Werkgemeinschaft gGmbH  > www.nbw.de