Ein Wohnverbund entsteht, wenn unsere Wohnangebote es aufgrund ihrer räumlichen Nähe zueinander möglich machen, Betreuungsleistungen bedarfsorientiert zu kombinieren, damit Menschen mit Behinderung besser betreut werden können.
Mehrere Familien, deren behinderte Söhne und Töchter sich schon lange kennen, möchten ein gemeinsames Wohnprojekt auf den Weg bringen. Die Lebenshilfe findet zwei Wohnungen für einen Wohnverbund, in dem auch am Morgen betreut wird. Die notwendige Nachtbetreuung, die der Kostenträger in Wohngemeinschaften nicht vorsieht, wird – organisiert von der Lebenshilfe – finanziert aus einem Teil des Pflegegeldes, das einige Familien von den Pflegekassen erhalten. Ohne diese Nachtbetreuung bliebe für einige der KlientInnen nur der Einzug in eine stationäre Wohnstätte.
In enger Nachbarschaft gelegene Wohngemeinschaften schließen sich zu einem Wohnverbund zusammen und organisieren die Betreuung mit einem gemeinsamen Team. Damit können die Einsatzzeiten der MitarbeiterInnen sich flexibler am persönlichen Bedarf der Bewohner orientieren.
Aus einer Wohngemeinschaft zieht ein Bewohner in eine eigene Wohnung auf der anderen Straßenseite. Er wird von MitarbeiterInnen der WG, die er seit langem gut kennt, weiter betreut. Nur weil diese Kombination möglich war, hat der Klient den Schritt in die eigene Wohnung gewagt. Auch nach dem Umzug hält er Kontakt zu seinen früheren MitbewohnerInnen und nimmt an den Freizeitaktionen der WG weiter teil.
Ein BEW-Klient, der ab und zu eine Nachtbetreuung benötigt, kann sich auf die Nachtwache der benachbarten Wohnstätte verlassen. Das Entgelt dafür bezahlt er aus dem persönlichen Budget.
Diese Beispiele zeigen vielfältige Kombinationsmöglichkeiten, die durch die Inanspruchnahme des persönlichen Budgets, die Hinzuziehung von Pflegediensten für Klienten mit einer Pflegestufe oder durch den Einsatz ihres Pflegegeldes, durch die Mithilfe ehrenamtlich engagierter Nachbarn, Kontakte in die Nachbarschaft und den Stadtteil noch erweitert werden können. Hier sind der Initiative und der Phantasie vor Ort keine Grenzen gesetzt.
Am Anfang steht immer die Beratung. Wir nehmen uns gerne die Zeit, im gemeinsamen Gespräch mit Ihnen die Umsetzung ihrer individuellen Wünsche und Vorstellungen zu entwickeln. Fordern Sie uns!
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