Lebenshilfe Bildung

Älter werdende Menschen mit geistiger Behinderung

Termin(e)
Di, 24.09.2019, 09:00 Uhr - Mi, 25.09.2019, 16:30 Uhr

Dozent: Dr. Mariana Kranich

Zielgruppe: Mitarbeiter_innen in der Behindertenhilfe, Angehörige

Teilnehmerzahl: 10 - 18

Kosten: 320 €

Die Lebenserwartung von Personen mit geistiger Behinderung ist erheblich gestiegen. Da das Altern ein neues Phänomen in der Begleitung von Personen mit geistiger Behinderung ist, können Anzeichen, die durch den Alterungsprozess auftreten, leicht übersehen oder fehlgedeutet werden. In den nächsten Jahren werden auch immer mehr Menschen mit geistiger Behinderung in den Ruhestand gehen, wobei der Lebensabschnitt nach der Erwerbstätigkeit oft mehrere Jahre umfassen wird.

In diesem Seminar werden die Auswirkungen der erhöhten Lebenserwartung auf die Behindertenhilfe thematisiert. Wichtige Aspekte des Älterwerdens bei Personen mit geistiger Behinderung werden ausführlich behandelt. Ansätze für die Begleitung alter Menschen mit geistiger Behinderung werden vorgestellt.

Schwerpunkte  

  • Auswirkungen der erhöhten Lebenserwartung auf die Behindertenhilfe
  • Zusammenarbeit mit alten Eltern  
  • Altern Menschen mit geistiger Behinderung früher?
  • Wann ist eine Person mit geistiger Behinderung „alt"? – Der Alterungsprozess bei Menschen mit geistiger Behinderung
  • Multimorbidität und Polymedikation – verschiedene Diagnosen und viele Medikamente: wichtigste Wechselwirkungen und Nebenwirkungen
  • Psychische Veränderungen und typische Krankheitsbilder im Alter
  • Bedürfnisse älterer Menschen mit geistiger Behinderung
  • Wechsel von der Erwerbstätigkeit in den Ruhestand
  • Überlegungen zu zukünftigen Betreuungsmodellen  

Ziel  

  • Ziel der Fortbildung ist es, die Aufmerksamkeit auf die vielen offenen Fragen zum Alterungs- prozess bei Menschen mit geistiger Behinderung zu lenken. Die Teilnehmer_innen erweitern Ihre Kompetenz im Erkennen von Altersanzeichen sowie in der Begleitung von alten Menschen mit geistiger Behinderung.

Methoden  

  • Vortrag, Diskussion von Fallbeispielen, Gruppenarbeit, Filmvorführung, moderierter Erfahrungsaustausch