Lebenshilfe Bildung

Autismus – nur eine „Anguckallergie“?

Termin(e)
Mi, 20.06.2018, 10:00 Uhr - 16:00 Uhr

Dozent: Inez Maus

Zielgruppe: Mitarbeiter_innen in der Behindertenhilfe, Interessierte, Angehörige

Teilnehmerzahl: 10 - 16

Kosten: 130 €

Autismus ist eine tiefgreifende Entwicklungsstörung, deren Symptome sich im frühen Kindesalter manifestieren. Betroffene und deren Angehörige erleben häufi g – aus Unwissenheit und Unsicherheit resultierende – Ausgrenzung, Unverständnis und Ablehnung.

In dieser Fortbildung wird grundlegendes Wissen zum Autismus, zum Erkenntnisfortschritt über Autismus seit der Mitte des 20. Jahrhunderts, zu Symptomen sowie Diagnosekriterien und Therapiemöglichkeiten und zum Umgang mit behinderungsbedingten Problemen vermittelt. Besondere Aufmerksamkeit wird den sehr frühen Symptomen, der auffälligen Sprachentwicklung und dem wechselseitigen Umgang mit Pädagogen, Ärzten sowie Therapeuten gewidmet.

Literarisch aufgearbeitete, eigene Erlebnisse machen autistische Besonderheiten für die Zuhörer nicht nur nachvollziehbar, sondern auch erlebbar. Für alltägliche Probleme wie Weglauftendenzen, Rituale und Stereotypien, mangelndes Zeitgefühl, ungenügendes Aufgabenverständnis sowie Umgang mit ungewöhnlichem Kälte- und Schmerzempfi nden oder Angst werden ursachenorientierte Lösungsansätze angeboten.  

Schwerpunkte  

  • Begriffsklärung und Diagnose
  • Häufigkeit, Ursachen und komorbide Störungen
  • Überblick über die wichtigsten Therapien (autismusspezifische Therapien, Begleittherapien)
  • Besonderheiten von Menschen mit Autismus: Wahrnehmungsstörungen, Kommunikationsprobleme, motorische Auffälligkeiten
  • Erklärung des visuellen Denkens
  • Empfehlungen für den häuslichen, schulischen und außerschulischen Umgang  

Ziele  

  • Vermittlung von Grundkenntnissen zum Störungsbild Autismus
  • Abbau von Vorurteilen, Aufklärung über Mythen zum Störungsbild Autismus
  • Erwerb von grundlegenden Handlungskompetenzen im Umgang mit einem Menschen mit Autismus
  • Befähigung zur Vermittlung zwischen Personen mit und ohne Autismus

Methoden  

  • Vortrag (PowerPoint) mit integrierten Frage- und Aufgabenstellungen, Hörblöcke mit eigenen Praxisbeispielen, Arbeitsblätter zu Problemstellungen aus dem erlebten Alltag, moderierte Diskussionsrunde