Lebenshilfe Bildung

Selbstbestimmung im Konflikt mit Verwahrlosung

Termin(e)
Do, 14.03.2019, 09:00 Uhr - Fr, 15.03.2019, 16:00 Uhr

Dozent: Constanze Hall

Zielgruppe: Mitarbeiter_innen in der Behindertenhilfe, Angehörige

Teilnehmerzahl: 10 - 18

Kosten: 300 €

Gibt weitgehende Selbständigkeit und Autonomie – als erklärte Zielsetzung in der Betreuung von Menschen mit Behinderungen – Ihnen das Recht auf Verwahrlosung? Oder ist Verwahrlosung Ausdruck eines massiven Leidensdrucks und erheblicher Hilfebedürftigkeit der Betroffenen?

Selbstvernachlässigung und Desorganisation in der eigenen Wohnsituation haben oft Ablehnung durch das direkte Umfeld und soziale Isolation zur Folge. Dadurch sind die gesellschaftliche und soziale Teilhabe der Betroffenen gefährdet. Viele alltägliche Handlungen können nicht mehr durchgeführt werden. Die Betroffenen selbst lehnen häufig, z.B. aus Scham, Hilfsangebote ab.

Die Fortbildung will den Blick für Verhaltensmuster schärfen, die zu dieser Situation geführt haben bzw. diese auch weiterhin aufrechterhalten, aber auch auf mögliche Hintergründe und Ursachen eingehen. Gefahrenquellen und Risiken müssen eingeschätzt werden, Möglichkeiten und Grenzen der Hilfe für den Klienten erkannt und das eigene Verhältnis zu Ordnung und Sauberkeit reflektiert werden.

Schwerpunkte  

  • Definition von Verwahrlosung  
  • Symptome und Verhaltensmuster
  • psychische, körperliche und lebensgeschichtliche Hintergründe und Ursachen 
  • Motivierung des Betroffenen und Kooperation
  • Probleme mit dem direkten sozialen Umfeld
  • Möglichkeiten und Grenzen der Hilfe
  • Reflexion des eigenen Verhältnisses zu Sauberkeit und Ordnung

Methoden  

  • Gruppenarbeit, Fallbesprechungen, Vortagssequenzen