Lebenshilfe Bildung

Sucht und geistige Behinderung

Termin(e)
Mi, 21.08.2019, 09:00 Uhr - Do, 22.08.2019, 16:00 Uhr

Dozent: Peter Schinner

Zielgruppe: Mitarbeiter_innen in der Behindertenhilfe, Angehörige

Teilnehmerzahl: 10 - 18

Kosten: 300 €

In einer zunehmend „versüchtelnden" Gesellschaft gehört der Konsum und leider auch der Missbrauch der unterschiedlichsten Suchtmittel, stoffgebunden oder nicht, gerade auch bei Jugend- lichen, immer mehr zur Alltagsnormalität.
Auch in den Lebensbereichen von Menschen mit geistiger Behinderung tritt dieses Problem auf, jedoch gibt es noch keine statistischen Werte darüber, wie hoch der Anteil dieses Personenkreises mit Suchtgefährdung und/oder Suchterkrankung ist.

Obwohl der Forschung im Bereich der Behandlung von Suchtkranken mittlerweile sehr viel Aufmerksamkeit geschenkt wird, ist der Personenkreis der Menschen mit geistiger Behinderung bei dieser Problematik kaum berücksichtigt. Betrachtet man bei der personenbezogenen Hilfegestaltung die Prinzipien „Selbsthilfe vor Fremdhilfe", „ambulant vor stationär", „wohnortnah vor wohnortfern" als handlungsleitend, so sind Menschen mit geistiger Behinderung deutlich unterversorgt.

Schwerpunkte  

  • Allgemeine Einführung in die Problematik des Suchtmittelmissbrauchs und der Abhängigkeit
  • Adäquater bzw. inadäquater Umgang mit suchtkranken Menschen
  • Spezifische Probleme und Lösungsansätze in der Beratung und in der Therapie suchtmittel- abhängiger Menschen mit einer geistigen Behinderung
  • Individuelle Erfahrungen aus dem beruflichen Alltag der Teilnehmer_innen

Methoden   

  • Vermittlung theoretischer Inhalte und aktueller Forschungsergebnisse in kurzen Input-Blöcken mit anschließender Diskussion, Arbeitsgruppen zu praxisrelevanten Fragestellungen und aktuellen Fallbeispielen, Rollenspiele, Reflexionsrunden