Lebenshilfe Bildung

Ideenwerkstatt BTHG - die berufl iche Rolle und den Wandel aktiv gestalten

Termin(e)
Mo, 19.08.2019, 09:00 Uhr - Di, 20.08.2019, 16:00 Uhr

Dozent: Annelen Schulze Höing

Zielgruppe: Mitarbeiter_innen in der interdisziplinären Frühförderung, Interessierte

Teilnehmerzahl: 10 - 18

Kosten: 320 €

Die Einführung des BTHG verändert in kleinen Schritten die Versorgungslandschaft. Zentral ist der neue Behindertenrechtsbegriff und die Tatsache, dass Grundpflege und s.g. einfachste Behandlungspflege eindeutig der Behindertenhilfe zugeordnet wurde. Behinderung wird heute anders verstanden, als noch vor 10 oder 20 Jahren – weg vom Fürsorgeauftrag hin zur mehr Selbstbestimmung und umfassender Teilhabe. Dies erfordert eine neue Haltung gegenüber den Klienten einzunehmen. Die Chance besteht darin, als Mitarbeiter_in gemeinsam mit den Klienten kreativ neue Wege zu entwickeln. Über das neue Teilhabe- und Gesamtplanverfahren wird den Kostenträgern ebenfalls eine neue Rolle zugewiesen. Welche Erfahrungen wurden bisher damit gemacht? Welche der neuen Entwicklungen können im Sinne einer maximalen Teilhabe unterstützt werden? Was können die Mitarbeiter_innen an der Basis tun, um den Wandel aktiv mitzugestalten und ihre berufl iche Rolle im Sinne des gesetzlichen Auftrags weiterzuentwickeln? Was bedeutet dieser neue gesetzliche Auftrag für unsere Haltung und Arbeitsweise? Eine Ideenwerkstatt für Pädagog_innen und Kostenträger, die in erster Linie die Chancen des BTHG fokussieren und den Paradigmenwechsel aktiv gestalten sowie eingespielte Denk- und Handlungsgewohnheiten überdenken möchten.

Schwerpunkte

  • Kurzer Überblick über die Gesetzesänderungen an der Schnittstelle Bundesteilhabegesetz (BTHG) und Pflegeversicherung (SGB XI)
  • Behindertenbegriff, Selbstbestimmung und Teilhabe im Wandel
  • Neue berufliche Rollenbilder und damit verbundene Werte
  • Sozialräumliche Vernetzung, Rolle des Freiwilligen-Managements

Ziel

  • Ideen zu entwickeln, wie eine neue Herangehensweise und Haltung im Umgang mit Klienten im Sinne des BTHG den Paradigmenwechsel unterstützen kann

Methoden

  • Vortrag, Diskussionen, Kleingruppenarbeit, Erfahrungsaustausch, Wertearbeit, Ideenbörse, Literatur