Lebenshilfe Bildung

Passive Sexualassistenz: Eine Aufgabe der Behindertenhilfe?!

Termin(e)
Mi, 15.05.2019 - Do, 16.05.2019

Dozent: Nina de Vries

Zielgruppe: Mitarbeiter_innen in der Behindertenhilfe

Teilnehmerzahl: 10 - 18

Kosten: 300 €


arum sollen Menschen, die in allen Lebenslagen auf Assistenz angewiesen sind, ausgerechnet in einem so wichtigen Bereich wie dem der Sexualität ohne oder mit viel weniger Unterstützung auskommen? Folgen fehlender Unterstützung können Einsamkeit und Verspannung sein, die sich in Zwangshandlungen, (Auto-) Aggression, Unzufriedenheit, so genanntem „herausforderndem“ Verhalten ausdrücken können.

In dieser Fortbildung bekommen Sie die Gelegenheit, sich mit dem Thema „passive Sexualassistenz„ und der eigenen Haltung intensiver auseinanderzusetzen. Passive Sexualassistenz bedeutet, die Voraussetzungen für die Verwirklichung selbstbestimmter Sexualität zu schaffen. Davon unterschieden wird die weitergehende aktive Sexualassistenz. Zu dieser – mitunter kontrovers diskutierten – Form der sexuellen Assistenz wird aufgezeigt, wie sie die passive Sexualassistenz optimal ergänzen kann.

Schwerpunkte

  • Besonderheiten bei der Sexualität von Menschen mit einer kognitiven Beeinträchtigung (auch Demenz)
  • Definition, Haltung und Vision von Sexualassistenz
  • Unterscheidung aktiver und passiver Sexualassistenz und optimale Ergänzung beider
  • Passive Sexualassistenz als Aufgabe der Mitarbeitenden/der Organisation: Voraussetzungen und Instrumente
  • Rollen der Mitarbeitenden aus Einrichtungen, Sexualassistent(inn)en und Eltern/Angehörige
  • Umgang mit Unsicherheiten, Ängsten und Überforderung
  • Der Klient im Mittelpunkt - Wie kann das gewährleistet werden?

Methoden

  • leichte Körperbewusstseinsarbeit, Gespräche in Paaren oder Kleingruppen, Fragebogen, Fallbesprechungen, Filmmaterial, Bücherempfehlungen

Hinweis

  • Im Bewusstsein der Tatsache, dass Sexualität für viele kein leicht zu besprechendes Thema ist, steht an erster Stelle, eine vertrauensvolle Atmosphäre zu schaffen, wo sich jeder in seinen Möglichkeiten und Grenzen geachtet und respektiert fühlt.