Lebenshilfe Bildung

Schulhelfer_innen in der Begleitung von Schüler_innen im Autismus-Spektrum

Termin(e)
Mo, 11.02.2019, 14:00 Uhr - 20:00 Uhr

Dozent: Dr. Brita Schirmer

Zielgruppe: Interessierte, Schulheler_innen

Teilnehmerzahl: 10 - 18

Kosten: 90 €

Schüler_innen mit dem sonderpädagogischen Förderbedarf „Autismus“ haben besondere Lernvoraussetzungen. Oft erscheinen diese Kinder und Jugendlichen zunächst merkwürdig, ihr Verhalten wirkt „bockig“ oder „provokativ“. Doch mit diesen Beschreibungen wird man ihnen nicht gerecht.

Um entwicklungsfördernd wirken zu können, muss ein_e Schulbegleiter_in ihre Besonderheiten kennen. Er muss die „Autismusbrille aufsetzen können“. Darüber hinaus ist es wichtig, dass er/sie über ein Repertoire von Methoden verfügt, um Schüler im Autismus-Spektrum zu unterstützen.

Die Aufgaben eines Schulhelfers sind einzelfallbezogen, man kann sie mit den Begriffen „Dolmetscher“, „Lotse“ und „Bodyguard“ beschreiben.

Der Bodyguard kann z.B. eine permanente und zwingend notwendige Beaufsichtigung übernehmen. Einige Schüler im Autismus-Spektrum haben keine Angst vor bestimmten Gefahren oder laufen ständig davon. Eine 1:1-Betreuung ist notwendig, um ihr Leben und ihre Gesundheit zu garantieren.

Der Dolmetscher gibt Unterstützung bei der Kommunikation.

Der Lotse kann darüber hinaus eine wirksame Hilfe bei der Gestaltung von Beziehungen zu Gleichaltrigen sein.

Darüber hinaus muss diese Person auch oft als Coach tätig werden. Sie hat dann z.B. den Auftrag, das Auspacken der Mappe, Organisieren von Arbeitsmaterialien oder Einschreiben von Hausaufgaben zu unterstützen. Wichtig ist, dass sie ihre wichtigste Aufgabe in einer Erhöhung der Selbstständigkeit des Schülers versteht.

In dieser Veranstaltung werden die Besonderheiten von SchülerInnen mit dem Förderbedarf „Autismus“ und autismusspezifische Methoden der Unterstützung vorgestellt.