Lebenshilfe Bildung

Umgang mit aggressivem Verhalten bei Menschen mit komplexer Behinderung

Termin(e)
Mo, 30.09.2019, 09:00 Uhr - Di, 01.10.2019, 17:00 Uhr

Dozent: Carlos Escalera

Zielgruppe: Mitarbeiter_innen in der Behindertenhilfe, Angehörige

Teilnehmerzahl: 10 - 18

Kosten: 350 €

Erwachsene mit kognitiven Beeinträchtigungen und komplexem Unterstützungsbedarf können vielfältige Verhaltensweisen zeigen, die für andere Personen leicht bis stark störend sein können. Einige dieser Verhaltensweisen können als bewusste oder unbewusste Aggression wahrgenommen werden. Das Wort Aggressivität nach dem Konzept von Carlos Escalera steht für ein Verhalten, das der Mensch einsetzt, um seine empfundenen Probleme zu lösen.

Menschen mit komplexer Behinderung erleben viel mehr Probleme als nicht beeinträchtige Menschen. Da sie oft nicht über die Ressourcen und Möglichkeiten verfügen, um diese Probleme durch Überlegung und Kommunikation zu lösen, werden einige einsam, unzufrieden und grenzüberschreitend. Diese Menschen sind oft nicht in der Lage, ihren Willen passend zu ihren Bedürfnissen zu erfassen, unmissverständlich zu äußern oder ihn nach gesellschaftlich anerkannten Regeln durchzusetzen.

In diesem Seminar werden wir uns mit Verstehens-Modellen, Begleitungsansätzen sowie systemischen und körperlichen Interventionsformen in der Arbeit mit Menschen mit komplexen Behinderungen auseinandersetzen. Der Referent wird dabei sehr stark auf die Fragen der Teilnehmer_innen eingehen.  

Schwerpunkte  

  • Wirkung von Aggressivität auf die „Profi s“, Selbstwahrnehmung und Selbststeuerung
  • Hypothesen zum Konfl ikterleben von Klienten: Ursachen, Auslöser und Funktion von abwertenden oder destruktiven Handlungen
  • Einflussmöglichkeiten auf das Konfl ikterleben von Klienten und auf deren Konfliktbewältigungsstrategien
  • Individuelle und kollektive Strategien zur Belastungs- und Verletzungsminimierung

Ziele  

  • Handlungskompetenz der beteiligten Personen im Umgang mit Grenzüberschreitungen, Angst, Aggression und Gewalt erweitern sowie Sicherheit und Wohlbefi nden steigern
  • Dialog mit den Klienten entwicklungsfreundlicher gestalten

Methoden  

  • Impulsreferate, Inszenierungen, gemeinsame Konfliktanalysen, Videofilme, Fallbesprechungen