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Inklusion statt Selektion - Protest gegen den Bluttest auf Down-Syndrom

Demo vor dem Brandenburger Tor (Foto: Matthias Heinzmann)zoom

Foto: Matthias Heinzmann

Einen Tag vor der Orientierungsdebatte im Deutschen Bundestag protestierten am 10. April in Berlin fast 300 Menschen gegen den Bluttest auf Down-Syndrom.

Die Lebenshilfe Berlin war mit Selbstvertretern, Vorstand, Geschäftsführung, vielen Mitgliedern aus den Elterngruppen und Mitarbeitern aus Diensten und Einrichtungen dabei.

Am Start vor dem Bundesgesundheitsministerium in der Friedrichstraße sprachen Elzbieta Szczebak vom Deutschen Down-Syndrom Infocenter und Heike Meyer-Rotsch vom Verein downsyndromberlin.

Mit Trillerpfeifen, Transparenten und Luftballons zog die Demo zum Brandenburger Tor. Viele Journalisten und TV-Teams begleiteten den Zug und berichteten anschließend deutschlandweit in allen Medien, z.B. die BZ, die rbb-Abendschau,  3SAT. 

Bei der Abschlusskundgebung am Brandenburger Tor sprachen u.a. Ivonne Kanter, die zweite Vorsitzende der Lebenshilfe Berlin, die Bundestagsabgeordnete Corinna Rüffer (Bündnis 90 / Die Grünen) und die Schauspielerin Sandra Nedeleff, die ein Kind mit einer seltenen Behinderung hat.

Am beeindruckendsten waren die Beiträge von jungen Menschen mit Down-Syndrom. "Das Down-Syndrom ist cool!", sagte die Aktivistin Nathalie Dedreux aus Köln, die eine Petition gegen den Bluttest gestartet hat. "Die Menschen brauchen keine Angst vor dem Down-Syndrom haben!", ergänzte der Berliner Arthur Hackenthal.

Ein herzliches Dankeschön an alle - vor allem an den Veranstalter  downsyndromberlin!

Fotos 1 - 8: Christiane Müller-Zurek; Fotos 9 - 20: Matthias Heinzmann

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