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Die Lebenshilfe Bildung auf großer Radtour zum Sportkongress nach Hamburg

Die Tourgruppe der Lebenshilfe Bildung auf dem Weg nach Hamburg.
Die Tourgruppe der Lebenshilfe Bildung auf dem Weg nach Hamburg.

Vom 06. September bis 08. September luden die Vereine BLICKWINKEL und Special Olympics zum großen Sportkongress in Hamburg ein. Liane Neubert und Amund Schmidt von der Lebenshilfe Bildung gGmbH nahmen diese Veranstaltung zum Anlass, um sich mit einer Gruppe per Fahrrad auf den Weg von Berlin nach Hamburg zu machen.

Die Sonne lachte am Horizont als es für eine Gruppe Sportinteressierter am Hauptbahnhof in Mitte am 4. September in Richtung Hamburg ging. Um 08:25 Uhr fuhr der Zug nach Wittenberge, von wo aus sich die Gruppe auf ihre acht Fahrräder schwang, um 55 Kilometer auf dem Elberadweg nach Dömitz zu radeln. Im Grenzgebiet der Elbe tauschten sich die Teilnehmer*innen über eigene Erfahrungen der deutschen Teilung aus und welche Bedeutung für sie persönlich der Mauerfall vor 30 Jahren hatte.

Erschöpft aber glücklich, kehrten die Sportler*innen am Abend in einer Fahrradpension ein, genossen die schöne Landschaft und die Ruhe im Kontrast zum Trubel in der Hauptstadt. Cathrin und Franziska, zwei Teilnehmerinnen der Tour, fanden die Natur besonders schön: „Wir haben viele Tiere gesehen und die Landschaft war beeindruckend. Der Elberadweg hat uns sehr gut gefallen.“ Froh und munter, aber mit ein bisschen Muskelkater, fuhr die Gruppe am nächsten Morgen nach Bleckede.

Auf dem Weg dorthin besuchte die Gruppe das Zollhaus „Hitzacker“. Dort lernten die Teilnehmer*innen der Bildungsfahrt etwas über die Grenzregion am Elbfluss. In Bleckede angekommen wurde in harmonischer Runde zu Abend gegessen und die Gruppe ließ den Tag Revue passieren.

Von Bleckede aus hieß der nächste Stopp Boizenburg, von wo aus die letzten Kilometer mit einem Zug nach Hamburg bewältigt wurden. Gegen 14 Uhr bezogen die Radler*innen das Hotel in der Nähe des Sportkongresses, der um 17 Uhr mit einem Workshop über die Ziele und Erwartungen der knapp 100 Teilnehmer*innen mit und ohne Beeinträchtigung startete. Nach der feierlichen Eröffnung und einem leckeren Abendessen spielte die inklusive Band „Bitte Lächeln!“ auf der Bühne und animierte viele Gäste zum Tanzen bis zum offiziellen Ende des ersten Kongresstages.

Disc-Golf beim Sportkongress in Hamburg mit der Lebenshilfe Bildung.
Disc-Golf beim Sportkongress in Hamburg mit der Lebenshilfe Bildung.

Am nächsten Morgen standen Workshops mit Themen wie „Mitwirkung im Sport von Menschen mit Beeinträchtigung“ mit Blick auf die Special Olympics World Games 2023 in Berlin und unterschiedliche Sportangebote wie Parcours, Zumba oder Disc-Golf auf der Tagesordnung. „Der Sportkongress war sehr interessant, da wir viel Neues wie Disc-Golf ausprobieren konnten“, fasste Enrico diesen Tag zusammen. Am Abend gab es ein besonderes Highlight. Die Künstler*innen von Touchdown 21 erarbeiten ein Theaterstück, das das Down-Syndrom aus verschiedenen Blickwinkeln darstellte. Gemeinsam mit verschiedenen Kongressteilnehmer*innen wurde es unter viel Applaus des Publikums auf der Bühne präsentiert, bevor der zweite Tag zu Ende ging.

Am Abschlusstag referierten Dozent*innen über die richtige Ernährung vor und nach dem Sport und gaben Tipps für gesundes Essen, das z.B. für einen Wettkampf wichtig ist. Der Kongress klang sportlich mit dem Bewegungsspiel „Ultimate Frisbee“ aus, bevor die Gruppe der Lebenshilfe den Zug zurück nach Berlin nahm und am Sonntagabend wieder daheim war.

Alle Teilnehmer*innen bedankten sich herzlich bei Liane Neubert und Amund Schmidt für die Organisation der Bildungstour. So verabschiedeten sich Cathrin und Enrico mit den Worten: „Wir danken Liane Neubert und Amund Schmidt. Denn ohne sie hätte die Fahrradtour nach Hamburg nicht stattgefunden. Es hat sehr viel Spaß gemacht und wir erinnern uns gerne daran. Wir würden gerne wieder so eine Tour machen.“

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