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Der Traum vom Autofahren

Eine Klientin im Auto.

Am 28. August 2021 fand wieder die inklusive Veranstaltung „Der Traum vom Autofahren“ auf dem ADAC Verkehrsübungsgelände in Berlin Tegel statt.

Mehr als 70 Klientinnen und Klienten nahmen an dem Event teil, das vom Freiwilligenmanagement der Lebenshilfe Berlin und der Moschee Gazi Osman Pasa organisiert wurde, die auch für das leibliche Wohl mit Getränken und warmen Speisen sorgte. 14 ehrenamtliche Fahrlehrerinnen und Fahrlehrer unterstützten Menschen mit kognitiver Beeinträchtigung bei ihrer Runde um den Parcours. Die Klient*innen, von denen viele das erste Mal in einem Auto saßen, fuhren nach einer kurzen Einweisung knapp 40 Minuten über das Gelände.

André aus dem BEW Neukölln lenkte 1989 das letzte Mal selbst ein Auto.
„Wir waren mit einer Reisegruppe in den Niederlanden mit einem Trabant unterwegs. Auf einem abgelegenen Parkplatz bin ich kurz gefahren. Ich freue mich sehr, dass ich nach so langer Zeit wieder einmal Autofahren konnte. Es hat großen Spaß gemacht und ich möchte im nächsten Jahr gerne wieder mit dabei sein,“ sagte er nach seiner Tour.

Auch Patrick aus dem BEW Spandau hatte große Freude und zeigte großes Talent beim Steuern des Autos. Sein Fahrlehrer war so begeistert, dass ihm angeboten wurde, Fahrstunden bei der teilnehmenden Fahrschule zu machen.

Mitorganisatorin Kornelia Goldbach von der Lebenshilfe Berlin freute sich vor allem für die Klient*innen und bedankte sich noch einmal bei der Moschee Gazi Osman Pasa: „Es ist vor allem für Menschen mit kognitiver Beeinträchtigung toll, dass sie die Möglichkeit bekommen, selbst einmal hinter einem Steuer zu sitzen. Ohne Frau Aysel Gül und die Unterstützung der Moschee, der zahlreichen Freiwilligen, die beim Catering und dem Aufbau geholfen haben und der Fahrschulen wäre „Der Traum vom Autofahren“ nicht möglich gewesen. Wir sind begeistert, dass alles so gut funktioniert und das Event wieder stattgefunden hat.“

Um 15 Uhr ging es auf die letzte Runde auf dem Übungsplatz einer sehr gelungenen Veranstaltung, bei der das Wetter mitspielte, viele kleine Träume erfüllt wurden und kulturübergreifende Teilhabe und Inklusion im Vordergrund standen.

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