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One Billion Rising: Lebenshilfe Berlin setzt Zeichen gegen Übergriffe an Frauen und Mädchen mit Beeinträchtigung

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Am 14. Februar fand zum zehnten Mal die Aktion „One Billion Rising“ vor dem Brandenburger Tor statt. Mehrere hundert Menschen demonstrierten friedlich und kreativ gegen Gewalt an Frauen und Mädchen.

Mit Maske und Abstand versammelten sich unter dem Motto „Rise! Resiste! Unite!“ am vergangenen Montag Frauen, Männer, Jugendliche und Kinder in Berlin Mitte, um ein Zeichen gegen sexuelle Übergriffe zu setzen. Die Aktion One Billion Rising wurde im September 2012 von der New Yorker Künstlerin Eve Ensler ins Leben gerufen und macht jedes Jahr weltweit am Valentinstag darauf aufmerksam, dass jede dritte Frau und jedes dritte Mädchen im Laufe ihres Lebens Opfer sexuellen Missbrauchs wird. Diese „eine Milliarde“ soll sich bei der Demonstration erheben und mit einem einstudierten Tanz gegen die Unterdrückung aufstehen.

Auf der Bühne vor dem Brandenburger Tor traten ab 17:30 Uhr die Künstlerinnen Stella der Band „Stella rockt“ und Jocelyn B. Smith auf, die mehrere eigene Songs präsentierten und als Highlight den Song zu One Billion Rising „Break the Chain“ von Tena Clark sangen, zu dem die Teilnehmer:innen eine vorher geprobte Choreographie tanzten. Initiativen wie Terre des Femmes, BIG Koordinierung, die Mutstelle der Lebenshilfe Berlin und andere klärten über Prävention, Hilfsangebote und Maßnahmen bei Übergriffen auf und machten auf Menschen- und Frauenrechte aufmerksam.

„Wir hatten die Gelegenheit, auf die Bühne zu kommen und etwas zu sagen. So erleben Frauen mit Behinderung 2- bis 3-mal so oft Gewalt wie Frauen ohne Behinderung. Das sind sehr viele, zu viele! Wir wollen, dass sich das ändert, wir wollen besseren Schutz und Empowerment für alle Menschen mit Behinderung,“ erzählt Pia Witthöft von der Mutstelle der Lebenshilfe Berlin zu ihrem Auftritt bei der Veranstaltung, die auch im nächsten Jahr am 14. Februar in vielen Ländern der Erde wieder stattfinden wird.

Die Mutstelle bietet professionelle psychologische Beratung bei sexuellen Übergriffen gegen Menschen mit Beeinträchtigung in Sprechstunden und Therapiesitzungen an. 2015 initiierte die Mutstelle eine inklusive „One-Billion Rising“-Choreographie und machte den Tanz in Kursen und Videos Menschen mit Beeinträchtigung zugänglich.

Im Jahr 2020 entwickelte und drehte die Mutstelle verschiedene Mut-Mach-Videos, die Betroffene unterstützen sollen und Hilfestellungen vor Übergriffen geben.


Zu den Mut-Mach-Videos auf YouTube:

https://bit.ly/3sg7F08

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