Tagesförderstätten
In den Tagesförderstätten der Lebenshilfe Berlin begleiten Mitarbeitende erwachsene Menschen mit schweren kognitiven oder mehrfachen Behinderungen, die nicht (mehr) auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt oder in einer Werkstatt für Menschen mit Behinderung tätig sind. Damit ist diese Tätigkeit ein wichtiger Teil der Arbeit der Behindertenhilfe Berlin: Sie schafft einen geschützten Raum für Entwicklung, Teilhabe und soziale Begegnung.
Die Einrichtungen bieten Klient:innen einen strukturierten Alltag, soziale Kontakte und individuelle Förderangebote. Ziel ist es, Lebensqualität zu stärken, Selbstbestimmung zu fördern und Teilhabe am gesellschaftlichen Leben zu ermöglichen.
Arbeiten in der Tagesförderstätte
Die personenzentrierte und pädagogische Arbeit mit Erwachsenen mit Behinderung lässt für Mitarbeitende viel Raum für Kreativität, Beziehungsgestaltung und individuelle Förderung. Die Angebote orientieren sich an den Fähigkeiten, Interessen und Bedürfnissen der Teilnehmenden und werden gemeinsam im Team entwickelt – ein zentraler Bestandteil der Arbeit der Behindertenhilfe Berlin.

Leistungen und Aufgaben in der Tagesförderstätte
Die Tagesförderstätten bieten arbeits- und lebensweltbezogene Bildungs- und Förderangebote für Menschen mit hohem Unterstützungsbedarf. Die Arbeit orientiert sich an einem personenzentrierten Ansatz und verbindet pädagogische Förderung mit pflegerischer Unterstützung. Damit ist sie ein wichtiger Bestandteil der sozialen Arbeit und zugleich ein zentrales Feld der Arbeit der Behindertenhilfe in Berlin.
Im Mittelpunkt steht die Arbeit mit Menschen mit leichter bis schwerer Behinderung, die eine besonders individuelle Begleitung und Förderung benötigen.
Zu den Aufgaben der Mitarbeitenden gehören unter anderem:
- basale, personenzentrierte Förderung im Gruppendienst
- Einzel- und Gruppenangebote für Menschen mit schwerer geistiger oder mehrfacher Behinderung
- Förderung der Wahrnehmung und Kommunikation im Alltag
- kreative und handwerkliche Angebote
- Unterstützung bei der alltäglichen Lebensführung sowie pflegerische Tätigkeiten
- Erstellung und Umsetzung individueller Förderpläne
- Mitwirkung im Teilhabeplanungsprozess
- Dokumentation der Entwicklungsprozesse
- Austausch mit Angehörigen, gesetzlichen Betreuer:innen und weiteren Fachstellen
Die Arbeit ist häufig projektorientiert: Themen werden gemeinsam mit den Teilnehmenden erarbeitet und in verschiedenen Aktivitäten umgesetzt. Dadurch entstehen abwechslungsreiche Angebote, die sowohl individuelle Entwicklung fördern als auch gemeinschaftliche Erfahrungen ermöglichen.



Wo gibt es uns?
Unsere Tagesförderstätten befinden sich in Berlin an zwei Standorten:
- Charlottenburg
- Neukölln
Beide Einrichtungen arbeiten mit unterschiedlichen konzeptionellen Schwerpunkten, verfolgen jedoch das gemeinsame Ziel, Menschen mit hohem Unterstützungsbedarf individuelle Bildungs- und Förderangebote zu ermöglichen.
Die Tagesförderstätte in Charlottenburg arbeitet nach dem Konzept LeBiKo – Lebenslange Bildung in Kooperation. Hier steht projektorientiertes Lernen im Mittelpunkt, das speziell für Menschen mit hohem Unterstützungsbedarf entwickelt wurde. Mehr erfahren
Die Tagesförderstätte in Neukölln setzt auf arbeits- und lebensweltbezogene Bildungsangebote. Ziel ist es, Selbstwahrnehmung, Selbstverwirklichung und gesellschaftliche Teilhabe durch konkrete Aufgaben mit sichtbaren Ergebnissen zu fördern. Mehr erfahren
Wer in Berlin im Bereich der Tagesförderung arbeiten möchte, kann sowohl in Charlottenburg als auch in Neukölln Teil unseres Teams werden.
Hier geht's zu unseren Stellenangeboten in der Behindertenhilfe Berlin.
Unsere Teams
Die Teams in den Tagesförderstätten sind vielfältig aufgestellt und arbeiten eng zusammen. Menschen mit unterschiedlichen fachlichen Hintergründen bringen ihre Perspektiven ein und gestalten gemeinsam den Alltag mit den Teilnehmenden.
Mitarbeitende kommen unter anderem aus folgenden Bereichen:
- Heilerziehungspflege
- Erziehung und Sozialpädagogik
- Gesundheits- und Krankenpflege
- Altenpflege
- Ergotherapie
- Physiotherapie


Pädagogische Arbeit in der Behindertenhilfe in Berlin
So arbeiten beispielsweise Heilerziehungspfleger:inn oft Hand in Hand mit anderen pädagogischen Fachkräften, Therapeut:innen und Pflegekräften. Diese Zusammenarbeit ermöglicht eine ganzheitliche Begleitung der Menschen in der Tagesförderung.
Ergänzt werden die Teams durch Auszubildende, Freiwilligendienstleistende und Praktikant:innen, die frische Ideen mitbringen und wertvolle Praxiserfahrungen sammeln.
Auch innerhalb der Belegschaft wird Diversität gelebt. In den Einrichtungen arbeiten Menschen aus verschiedenen Altersgruppen, mit unterschiedlichen kulturellen Hintergründen und vielfältigen beruflichen Erfahrungen zusammen. Gerade in Berlin spiegelt sich diese Vielfalt im Arbeitsalltag wider.
Was die Arbeit besonders macht: Jede Person bringt ihre eigene Art zu arbeiten, ihre Interessen und Stärken mit. Es gibt nicht den einen „richtigen“ Weg, sondern Raum für Ideen, persönliche Entwicklung und die Möglichkeit, den Alltag aktiv mitzugestalten.
Attraktive Arbeitsbedingungen
Die Arbeit in unseren Tagesförderstätten bietet nicht nur fachliche Vielfalt, sondern auch einen strukturierten und verlässlichen Rahmen, in dem Mitarbeitende ihren Alltag planen und gestalten können.
Zu den Vorteilen zählen unter anderem:
- keine Schichtdienste
- keine Nacht- oder Wochenenddienste
- keine kurzfristigen Einsätze oder Einspringdienste
- ein vergleichsweise niedriger Betreuungsschlüssel
- planbare Arbeitszeiten im Tagesdienst
- frische Verpflegung durch eigene Küche
- interne Fortbildungen und Fachtage
- Raum für eigene Ideen und Projekte
- ein wertschätzendes Arbeitsumfeld
- Ausstattung wie u. a. Schwimmbad, schöner grüner Außenbereich, Krankengymnastikraum, Snoezelenraum, Töpferei, Holzwerkstatt, Medienraum
- realitätserprobte Arbeitsumgebung: Nicht nur Mitarbeitende gehen durch eine Probezeit – die Klient:innen machen ein sogenanntes Praktikum von 6 Monaten, um zu prüfen, ob die Person gut in die Gruppe passt.
So entsteht ein Arbeitsumfeld, in dem man fachlich wachsen kann, gleichzeitig aber verlässliche Rahmenbedingungen für den Alltag hat – ideal für alle, die ihre pädagogische Arbeit gezielt einbringen und weiterentwickeln möchten.

Warum diese Arbeit besonders ist
Die Arbeit in einer Tagesförderstätte verbindet soziale Arbeit in Berlin mit konkreter Behindertenhilfe – hier können Mitarbeitende erwachsene Menschen mit hohem Unterstützungsbedarf im Alltag begleiten, ihre Fähigkeiten fördern und Teilhabe ermöglichen.
Die Arbeit ist sozialraum-, arbeitswelt- und projektorientiert und vereint pädagogische Bildung, innovative Konzepte sowie persönliche Begleitung. Viele Mitarbeitende schätzen die strukturierte Arbeitsweise ohne Schichtdienste und den niedrigen Betreuungsschlüssel.
Für die Teilnehmenden bedeutet die Tagesförderstätte eine wichtige Lebenswelt außerhalb der Familie: Sie begegnen anderen Menschen, erleben Gemeinschaft und können neue Fähigkeiten entwickeln.
Einblick: Tagesförderstätte Charlottenburg
Die Tagesförderstätte Charlottenburg der Lebenshilfe Berlin feierte in 2025 ihr 40-jähriges Bestehen. Gemeinsam mit Klient:innen, Angehörigen und Mitarbeitenden wurde auf vier Jahrzehnte Förderung, Teilhabe und Gemeinschaft zurückgeblickt.
Lust, mitzuarbeiten?
Die Arbeit in einer Tagesförderstätte eignet sich besonders für Menschen, die
- Interesse an der Arbeit mit Menschen mit hohem Unterstützungsbedarf haben
- Interesse an Unterstützter Kommunikation haben
- gerne kreativ und projektorientiert arbeiten
Gesucht werden regelmäßig Mitarbeitende aus verschiedenen Berufen, zum Beispiel:
- Heilerziehungspfleger:innen
- Erzieher:innen
- Pädagogische Fachkräfte
- Gesundheits- und Krankenpfleger:innen
- Altenpfleger:innen
- Ergotherapeut:innen
- Physiotherapeut:innen
Unsere vielfältigen Tätigkeiten bieten Raum, eigene Stärken einzubringen, Beziehungen aufzubauen und die Teilnehmenden aktiv in ihrer Lebensgestaltung zu begleiten.
Hier geht's zu unseren Stellenangeboten!
Fidi, Medienpädagoge in der Tagesförderstätte Charlottenburg


„Ich arbeite als Medienpädagoge in der Tagesförderstätte und begleite Klient:innen im Medienraum. Dort machen wir gemeinsam Musik, entdecken mit barrierearmen Tools Klänge und Kreativität oder spielen auch mal zusammen ein Computerspiel.
Meine erste Aufgabe hier hat nicht ganz so gut zu mir gepasst – deshalb haben wir gemeinsam geschaut, wo ich meine Stärken besser einbringen kann. Heute schaffe ich mit Medienarbeit neue Zugänge zu Kreativität, Selbstwirksamkeit und kultureller Teilhabe.
Besonders motiviert mich, dass wir den Klient:innen hier eine andere Lebenswelt eröffnen: Sie treffen auf Menschen mit und ohne Beeinträchtigung – und wir entlasten gleichzeitig Familien.“


