Arbeiten in den Besonderen Wohnformen
In den Besonderen Wohnformen der Lebenshilfe Berlin arbeiten Sie in einem vielfältigen Umfeld:
Unsere Stellenangebote in den Besonderen Wohnformen richten sich an Mitarbeitende, die Menschen mit komplexem Assistenzbedarf rund um die Uhr begleiten. Die Tätigkeit verbindet pädagogische, pflegerische und alltagspraktische Unterstützung – stets personenzentriert und mit dem Ziel, Selbstbestimmung, Teilhabe und persönliche Entwicklung zu fördern.

Wie sieht die Arbeit in einer Besonderen Wohnform aus?
In unseren Besonderen Wohnformen in Berlin arbeiten Mitarbeitende eng mit Bewohner:innen zusammen und begleiten sie personenzentriert in unterschiedlichen Alltagsbereichen.
- Mitarbeitende unterstützen Bewohner:innen unter anderem in den Bereichen:
- Gestaltung von Arbeit und Tagesstruktur
- Aufbau und Erhalt sozialer Kontakte
- Begleitung zu Ärzt:innen, Ämtern und Behörden
- Ernährung und Zubereitung von Mahlzeiten
- Körperpflege und gesundheitliche Versorgung
- Umgang mit Geld und Finanzmanagement
- Förderung von Selbstbestimmung und Eigenverantwortung
- Freizeitgestaltung und soziale Teilhabe
- Kommunikation und Interaktion im sozialen Umfeld
Dabei geht es nicht um reine „Versorgung“, sondern um Begleitung im Alltag – mit dem Ziel, Selbstbestimmung und Teilhabe in Wohnangeboten für Menschen mit Behinderung zu fördern. Mitarbeitende helfen Bewohner:innen, Fähigkeiten zu erhalten, wiederzugewinnen oder neu zu entwickeln, und tragen so zu einem selbstbestimmten Alltag bei.



Wie sind die Arbeitszeiten in einer Besonderen Wohnform?
Die Betreuung in den Besonderen Wohnformen der Lebenshilfe Berlin findet an sieben Tagen die Woche rund um die Uhr statt. Tagdienste liegen in der Regel zwischen 6:00 Uhr und 22:00 Uhr, meist im Wechselschichtsystem von Früh- und Spätdienst. Zusätzlich gibt es feste Nachtdienste, sodass eine kontinuierliche Begleitung der Bewohner:innen gewährleistet ist.
Wer sich für unsere Stellenangebote in den Besonderen Wohnformen interessiert, sollte wissen, dass die Arbeitszeiten klar strukturiert sind, gleichzeitig aber genügend Flexibilität bieten, um die Aufgaben der sozialen Arbeit optimal mit den individuellen Bedürfnissen der Bewohner:innen zu verbinden.
Wie sieht die Teamarbeit und Teamstruktur in einer Besonderen Wohnform aus?
In den Besonderen Wohnformen arbeiten Mitarbeitende eng zusammen, denn die personenzentrierte Betreuung von Menschen mit Assistenzbedarf rund um die Uhr gelingt nur im Team.
Die Teams sind multiprofessionell aufgestellt und arbeiten gleichberechtigt zusammen. Unterschiedliche fachliche Perspektiven – pädagogische, pflegerische und therapeutische – fließen regelmäßig in Fallbesprechungen und gemeinsame Planungen ein.
In den Teams arbeiten beispielsweise:
- Erzieher:innen
- Heilerziehungspfleger:innen
- Pädagogische Fachkräfte
- Pflegekräfte
- Erziehungswissenschaftler:innen
- Mitarbeitende ohne Fachausbildung
Ergänzt werden die Teams häufig durch Freiwilligendienstleistende oder Praktikant:innen.
Wer sich für Stellenangebote interessiert, findet hier die Möglichkeit, Teil eines erfahrenen und unterstützenden Teams zu werden. Die Arbeit in den Besonderen Wohnformen bietet abwechslungsreiche Aufgaben und Raum, die Bewohner:innen bestmöglich zu begleiten.


Wie ist die Arbeit in der Besonderen Wohnform organisiert?
Die Wohnstätten sind unterschiedlich groß. In der Regel leben dort etwa 20 bis 30 Bewohner:innen, wobei sich der Personalschlüssel am individuellen Unterstützungsbedarf orientiert.
Dabei steht die pädagogische und pflegerische Unterstützung im Vordergrund, um die Fähigkeiten der Bewohner:innen zu fördern und ihre Teilhabe zu ermöglichen.
In den Besonderen Wohnformen in Berlin haben Mitarbeitende die Chance, intensiv mit Menschen mit Behinderung zu arbeiten und dabei sowohl fachlich als auch persönlich zu wachsen.
Unsere Standorte der Besonderen Wohnformen
Wer in einer Besonderen Wohnform arbeiten möchte, kann das an 12 Standorten in Berlin tun. Diese verteilen sich auf folgende Stadtteile: Britz, Kreuzberg, Dahlem, Spandau, Neukölln, Mitte, Weißensee, Französisch Buchholz, Lichterfelde und Lichtenberg. (In einigen Stadtteilen befinden sich mehrere Standorte). So sind unsere Besonderen Wohnformen über das gesamte Stadtgebiet verteilt – von zentralen Lagen bis zu ruhigeren Wohngegenden.
Ausstattung und Angebote der Besonderen Wohnformen
Unsere Besonderen Wohnformen in Berlin sind fachlich gut ausgestattet und bieten Mitarbeitenden ein unterstützendes Umfeld sowie gute Rahmenbedingungen für die soziale Arbeit.
Die Ausstattung umfasst unter anderem:
- Zahlreiche Hilfsmittel für rückenschonendes Arbeiten
- Pflegebäder an allen Standorten
- Großzügige Gemeinschaftsbereiche
- Häufig große Gärten, Terrassen oder Dachterrassen
- Vereinzelt besondere Außenbereiche wie Teiche oder Grillplätze
- Teilweise zusätzliche Räume wie Party- oder Hobbykeller
Die räumliche Ausstattung schafft sowohl praktische Unterstützung im Arbeitsalltag als auch Möglichkeiten für Begegnung, Aktivität und Erholung.
Über alle Standorte hinweg gibt es ein breites Spektrum an Gruppen- und Freizeitangeboten – wie Reisen, Computerkurse, Kunst- oder Gartengruppen. Diese Angebote bieten Mitarbeitenden vielfältige Möglichkeiten, mit Menschen mit Behinderung zu arbeiten und eigene Interessen und Kompetenzen einzubringen. Gleichzeitig können sich Mitarbeitende sicher sein, dass für außerfachliche Bereiche die entsprechenden Expert:innen an die Wohnstätten angebunden sind.



Das sagt eine Mitarbeiterin
Saskia ist Heilerziehungspflegerin, Integrationserzieherin, Fachberaterin für Unterstützte Kommunikation und Leiterin der Wohnstätte 9 der Lebenshilfe Berlin
„Unsere Wohnstätte beschreiben wir gerne als klein, aber fein. Wir legen großen Wert auf eine offene Feedback-Kultur, flache Hierarchien und eine Zusammenarbeit auf Augenhöhe. Neue Kolleginnen und Kollegen werden bei uns schnell Teil des Teams.
Uns ist wichtig, dass wir unsere Arbeit regelmäßig gemeinsam reflektieren und weiterentwickeln. Gleichzeitig gibt es auch Raum für Austausch jenseits des Arbeitsalltags – zum Beispiel beim jährlichen Grillfest für Mitarbeitende, beim Betriebsausflug, beim Sommerfest mit Bewohner:innen und Angehörigen, beim Adventskaffee oder bei unserer Klausurtagung. Die ruhige Lage der Einrichtung trägt zusätzlich dazu bei, dass hier eine angenehme Arbeitsatmosphäre entsteht.“
Lust, mitzuarbeiten?
Wer Freude daran hat, mit Menschen mit Behinderung zu arbeiten, findet in den Besonderen Wohnformen vielfältige Möglichkeiten, sich fachlich und persönlich einzubringen. Die Tätigkeit verbindet pädagogische, pflegerische und alltagspraktische Unterstützung in einem professionellen Umfeld.
In Berlin bieten unsere Einrichtungen Mitarbeitenden ein sicheres, kollegiales Team, regelmäßige Supervision und die Chance, eigene Ideen in die Wohnangebote einzubringen. Mitarbeitende können Verantwortung übernehmen, die Bewohner:innen individuell begleiten und deren Selbstbestimmung und Teilhabe aktiv fördern.
Für alle, die auf der Suche nach passenden Stellenangeboten sind, bieten die Besonderen Wohnformen der Lebenshilfe Berlin attraktive Einstiegsmöglichkeiten – sowohl für erfahrene Fachkräfte als auch für Berufseinsteiger:innen, Praktikant:innen oder Freiwilligendienstleistende.
Einblick in die Wohnstätte 4 – die Wandergruppe
Jedes letzte Wochenende im Monat heißt es für die Wandergruppe der Wohnstätte 4: Raus aus dem Stadtalltag, rein ins Grüne. samstags: die schnelle Gruppe
sonntags: die gemütliche Runde
Seit rund 10 Jahren leiten Ina und Veysel die Gruppe.
Hier können sich die Klient:innen uneingeschränkt bewegen, auch mal laut sein oder einfach außerhalb der Wohnstätte ins Gespräch kommen.
Und weil Bewegung hungrig macht, gehört ein gemeinsamer Restaurantbesuch am Ende jedes Ausflugs fest dazu.
„Das ist auch Teilhabe am gesellschaftlichen Leben“, sagt Veysel.
Wo es wohl nächsten Monat hingeht?


