Wohngemeinschaften

In den Wohngemeinschaften der Lebenshilfe Berlin begleiten Mitarbeitende erwachsene Menschen mit unterschiedlichen Beeinträchtigungen im Alltag. Wer in einer Wohngemeinschaft in Berlin arbeiten möchte, findet hier ein Arbeitsfeld, das alltagsnahes Begleiten, verlässliche Beziehungsgestaltung und personenzentrierte Assistenz verbindet. Die Arbeit erfolgt in überschaubaren Teams mit klaren Strukturen und viel Raum für eigenverantwortliches Handeln.

Unsere Standorte in Berlin

Wer in Wohngemeinschaften in Berlin arbeiten möchte, kann bei der Lebenshilfe Berlin aus über 50 Standorten im gesamten Stadtgebiet wählen – unter anderem in Hohenschönhausen, Tempelhof, Wedding, Kreuzberg, Neukölln, Steglitz, Pankow, Prenzlauer Berg, Spandau, Reinickendorf, Marzahn, Weißensee, Karlshorst, Lichterfelde, Wilmersdorf, Marienfelde und Tiergarten. Weitere Standorte kommen hinzu.

Die Wohngemeinschaften für Erwachsene mit Behinderung liegen teils mitten im Kiez, teils ruhig am Stadtrand: Manche mit Garten, andere mit dem Späti direkt um die Ecke. Je nach Standort gibt es integrierte Büros für Mitarbeitende oder wohnortnahe Treffpunkte, die auch an weitere Angebote wie das Betreute Einzelwohnen angebunden sind. So verbindet sich alltagsnahe Assistenz mit kurzen Wegen und guter Vernetzung.

Übersichtskarte der Wohngemeinschaften der Lebenshilfe

Alle Standorte auf einen Blick, von Hohenschönhausen bis Tiergarten, für eine gute Orientierung und wohnortnahe Mitarbeit.

Mitarbeiterin lacht und backt mit Bewohnerin
Mitarbeiterin lacht und backt mit Bewohnerin
Mitarbeiterin lacht und backt mit Bewohnerin
Mitarbeiterin lacht und backt mit Bewohnerin

So sieht die Arbeit in einer Wohngemeinschaft aus

In den Wohngemeinschaften der Lebenshilfe Berlin arbeiten wir personenzentriert und alltagsnah. Die Bewohner:innen geben mit ihren Zielen, Bedürfnissen und Unterstützungsbedarfen die Richtung vor – viele organisieren ihr Leben eigenverantwortlich. Mitarbeitende sind präsent, wo Unterstützung gebraucht wird, und lassen bewusst Freiraum, wo Selbstständigkeit möglich ist.

Zu den Aufgaben gehören unter anderem:

  • Unterstützung auf dem Weg zu mehr Selbstständigkeit oder bei der Entwicklung von Wohnungsperspektiven (Wohnungssuche, Zimmereinrichtung)
  • Begleitung in Phasen von Veränderung oder bei psychischen Belastungen
  • Alltagsbegleitung, z. B. bei Einkäufen, Kochen, Arzt- oder Ämterbesuchen, Haushaltsorganisation
  • Beratung und Begleitung in Einzel- oder Gruppengesprächen, Konfliktlösung und Deeskalation
  • Planung und Begleitung von Freizeitaktivitäten, Ausflügen oder Reisen
  • Wöchentliche Bewohner:innenbesprechungen


Jede Wohngemeinschaft ist individuell: Manche Bewohner:innen wünschen feste Strukturen, andere organisieren sich weitgehend selbstständig. Es gibt ruhige Tage mit wenig Begleitung und intensive Momente, z. B. zu Themen wie Trauer, Älterwerden oder psychische Belastungen – genau diese Mischung macht die Arbeit abwechslungsreich und nah am Alltag.

Mitarbeiterin schaut nach Rezept auf Smartphone mit 2 Bewohner:innen
Mitarbeiterin schaut nach Rezept auf Smartphone mit 2 Bewohner:innen

Arbeitszeiten in unseren WGen

Viele Bewohner:innen sind tagsüber in Tagesstrukturen wie Werkstätten oder Förderstätten. Daher liegen die Dienste überwiegend:

  • am Morgen (Unterstützung beim Start in den Tag)
  • am Nachmittag und frühen Abend
  • an Wochenenden und Feiertagen

Die Wohngemeinschaften werden sieben Tage die Woche verlässlich begleitet. Es gibt kein Nachtdienstsystem; Wunschdienstpläne und einen Vertretungspool sorgen dafür, dass die Einsätze gut planbar und mit dem eigenen Alltag vereinbar sind.

Das sagen unsere Mitarbeitenden über uns

Teamarbeit in unseren Wohngemeinschaften

Die Teams sind klein, altersgemischt und multiprofessionell: Sozialarbeiter:innen, Sozialpädagoginnen und -pädagogen, Erzieher:innen, Heilerziehungspfleger:innen und Psychologen und Psychologinnen arbeiten eng zusammen, unterstützt von Leitung und Verwaltung.

In WGen mit sechs Bewohner:innen sind meist zwei Mitarbeitende gleichzeitig im Dienst, in kleineren WGen kann auch eine Person allein arbeiten. An Standorten mit mehreren nahegelegenen Wohngemeinschaften erfolgt die Zusammenarbeit sowohl im Kleinteam innerhalb der WG als auch WG-übergreifend im Großteam. Aufgaben werden nach Stärken und Erfahrungen verteilt.

Der fachliche Austausch ist zentral: in Teamsitzungen, Supervisionen oder im kollegialen Alltag. Kurze Abstimmungswege, gegenseitiger Support und flache Hierarchien prägen die Zusammenarbeit. Zudem gibt es Raum für eigene Projekte, individuelle Dienstplangestaltung, interne und externe Veranstaltungen sowie vielfältige Fort- und Weiterbildungen.

Alle Mitarbeitenden orientieren sich an einer gemeinsamen Haltung: respektvolle Zusammenarbeit, personenzentriertes Handeln und die Förderung von Selbstständigkeit.

Mitarbeiter schält Kartoffeln mit zwei Bewohnern am Tisch
Mitarbeiter schält Kartoffeln mit zwei Bewohnern am Tisch
Mitarbeiterin schält Kartoffeln mit Bewohner am Tisch
Mitarbeiterin schält Kartoffeln mit Bewohner am Tisch

Warum diese Arbeit besonders ist

Die Arbeit in unseren Wohngemeinschaften der Lebenshilfe Berlin ist nah am Leben, abwechslungsreich und oft überraschend. Sie eignet sich für Mitarbeitende, die:

  • Freude an Beziehungen auf Augenhöhe haben
  • neugierig, flexibel und authentisch sind
  • Eigenständigkeit zulassen und fördern
  • verstehen, dass bewusstes Zurücknehmen oft wirksamer ist als schneller Aktionismus
  • die Fähigkeit mitbringen, Prozesse nachhaltig zu begleiten und Geduld zu zeigen
  • für intensive Momente bereit sind, aber auch ruhige Phasen genießen
  • kreative Lösungen für individuelle Lebenswege entwickeln

Die Arbeit bietet viel Eigenverantwortung, Gestaltungsspielraum und direkte, wertvolle Beziehungen zu den Bewohner:innen.

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