Krisenintervention
Eine Krise ist die Zuspitzung eines Verlaufs. Im Kontext der Care-Arbeit ist dies der höchste Verlust an Unterstützungs- und Bewältigungsmöglichkeiten, entweder durch einen selbst, die Umgebung oder andere Personen. Die Krisenintervention überträgt der intervenierenden Person damit zunächst die maximale Verantwortung für die sich in der Krise befindenden Person, aber auch für die eigene Sicherheit. Gleichzeitig bietet die Krise eine enorme Chance zur Befähigung, wie zukünftige Krisen abgewendet oder diese ggf. besser bewältigt werden können
Schwerpunkte
- „Krisenradar“ (Unterscheidung in Wahrscheinlichkeit und Schweregrad einer eventuell auftretenden Krise)
- Krisenplan (Primärprävention als wirksamstes Mittel der Krisenbewältigung)
- Krisenbegleitung (Sicherheitsaspekte, Instrumente der Krisenbegleitung, individuelles Begleiten eines Menschen in der Krise, z.B. in einer schwierigen familiären Situation)
- rechtliche Aspekte
- Krisennachbereitung inkl. der Grundsätze der kollegialen Nachbetreuung und der Tertiärprävention als Mittel der Primärprävention
Ziele - Individuelles Erarbeiten von Instrumenten der Krisenintervention angepasst auf das eigene Arbeitssetting, hilfsbedürftige Personen, Kolleg:innen und strukturelle Möglichkeiten
Methoden
- Gruppenarbeiten, Geleitete Diskussion, Impulsvorträge, Rollenspiele