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One Billion Rising: Aufstehen und tanzen gegen Gewalt

One Billion Rising 2021 Fotocover

One Billion Rising ist eine weltweite Veranstaltung, die am Sonntag stattfindet. Was es damit auf sich hat, verrät uns Pia Witthöft von der Mutstelle der Lebenshilfe Berlin im Interview.


Am 14. Februar 2021 findet die Aktion One Billion Rising statt. Worum handelt es sich dabei?

One Billion Rising bedeutet: eine Milliarde erhebt sich. Es geht um eine Milliarde Frauen und Mädchen, die jeden Tag auf der ganzen Welt verschiedene Arten von Gewalt erleben. Das sind sehr viele, zu viele. One Billion Rising, kurz: OBR, ist eine weltweite Kampagne gegen diese Gewalt. Eigentlich ein Streik: steht auf, wo ihr gerade seid, zeigt, dass ihr gegen Gewalt eintreten wollt. Das zeigen wir alle gemeinsam, immer am 14. Februar, überall auf der Welt. Das Schöne an OBR ist: jede und jeder kann mitmachen, wir tanzen gemeinsam gegen Gewalt. Dazu gibt es ein Lied, das inzwischen viele kennen (Break the Chain v. Tena Clark)

Ist in diesem Jahr auch eine Veranstaltung in Berlin geplant?

Dieses Mal wird es stiller und digital: Von 14 Uhr bis 14:45 Uhr gibt es einen Livestream vom Brandenburger Tor. Dort gibt es eine Kundgebung, Jocelyn B. Smith singt das Lied, allerdings etwas sanfter, langsamer als sonst. Tanzen werden wir dieses Jahr zuhause.

Wie kann ich mitmachen und ein Zeichen gegen Gewalt an Frauen und Mädchen zeigen?

Wir können als Freunde, Freundinnen, Kolleg*innen einladen, mit zu machen. Man kann zum Beispiel in der WG fragen, wer mit dabei sein möchte, vom Wohnzimmer aus. Es gibt einige Videos auf dem You-Tube Kanal der Lebenshilfe. Hier wird der Tanz erklärt, und Aktionen der Mutstelle zu OBR. Vieles zum Anschauen und zum Mitmachen. Vielleicht haben manche schon ein T-Shirt, eine Mütze, Maske oder Tasche von der Kampagne. Die kann man tragen.


Wie beteiligt sich die Mutstelle der Lebenshilfe Berlin an der Aktion?

Die Mutstelle hat jedes Jahr eine Aktion zu OBR gemacht: Lesungen, Workshops, Tanzen, Malen, Videos. Uns geht es darum, dass OBR inklusiver wird. Zum Beispiel, dass es Gebärden Dolmetscherinnen gibt, dass der Tanz einfacher wurde, dass die Aktion überhaupt erklärt wird und Menschen mit Behinderung merken: da bin auch ich gemeint – ich weiß auch, wie es ist, wenn man Gewalt erlebt. Oder: ich bin auch gegen Gewalt, das will ich zeigen, ich will was tun!Dieses Jahr sind wir mit einem kleinen Videobeitrag zu sehen, so wie alle anderen Organisationen, die OBR unterstützen
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Weiterführende Links:

Zum Livestream der Kundgebung am 14. Februar 2021 ab 14 Uhr.

Die Kundgebung am 14. Februar 2021 mit Gebärdenübersetzung.


Zu den Mut-Mach-Videos der Mutstelle

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