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Haus der Wannsee-Konferenz

Eine inklusive Ausstellung zu einem wichtigen Thema

Eröffnung inklusiver Ausstellung im Haus der Wannseekonferenz. Copyright Haus der Wannseekonferenz

Ab 20. Januar eröffnet im Haus der Wannsee-Konferenz die neu konzipierte Ausstellung. Von Beginn an wurde sie mit Experten und Expertinnen in eigener Sache inklusiv erarbeitet. Die Lebenshilfe Berlin hat daran mitgewirkt.

Die Ausstellung „Die Besprechung am Wannsee und der Mord an den europäischen Jüdinnen und Juden“ erzählt die Geschichte der Ausgrenzung, Definition und Kennzeichnung, der Deportationen und des Massenmordes – durch das Prisma der Besprechung am Wannsee. Sie klärt darüber auf, was Antisemitismus ist, wie er sich vor dem Massenmord entwickelt und was bis heute von ihm bleibt. Sie berichtet, was Jüdinnen und Juden aus verschiedenen europäischen Ländern erleben. Die Ausstellung fragt, was mit den Teilnehmern der Besprechung nach 1945 geschieht, und wie die Gesellschaft über ihr Handeln im Nationalsozialismus nach 1945 denkt.

Die hier gezeigte Geschichte ist wichtig, wenn wir heute darüber entscheiden, wie wir unsere Gesellschaft gestalten wollen. Deswegen wollen die Verantwortlichen vom Haus der Wannsee-Konferenz, dass möglichst viele Menschen die Ausstellung besuchen und verstehen können: u. a. auch Menschen, die als Teil dieser Gesellschaft unsere Gegenwart gestalten oder die aufgrund ihrer Berufe politische Verantwortung tragen.

Deshalb wird sie im „Design für Alle“ für alle präsentiert. An der inklusiven Ausstellung haben ExpertInnen in eigener Sache aus den Feldern Sehen, Hören, Bewegen und Verstehen mitgewirkt. Die Ausstellung verfügt über taktile Ausstellungsstücke und Raumpläne, ein Bodenleitsystem, Induktionshörer sowie drei untertitelte Videomonitore. Daneben ist ein Mediaguide mit Touren für Blinde, Seheingeschränkte, Schwerhörige sowie in Leichter Sprache und Deutscher Gebärdensprache verfügbar.

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